Klar sehen - klar sein

"Jedes Chaos hat System, unabhängig davon,

ob wir die Formel dazu finden oder nicht."

(Franz Kern, www.biofranz.de)

Es scheint, als würden unsere Aufgaben und Verantwortlichkeiten immer mehr:

  • Einige davon erhalten wir von unseren Arbeitgebern oder Geschäftspartnern diktiert,
  • andere lasten als familiäre oder freundschaftliche Verpflichtungen auf uns und
  • schlussendlich gibt es da auch noch all die Dinge, die uns selbst wichtig sind, die wir schon immer tun wollten und, vielleicht langsam, aber stetig in unser Bewusstsein drängen.

"Effektives Zeitmanagement" ist das Schlagwort und sollte von Hausfrauen über Angestellte, Direktoren und Selbständige von jedem beherzigt werden. Die Auswahl von entsprechender Lektrüre dazu ist riesig. Das für sich passende Buch oder Seminar zu finden, ist oft eine weitere Herausforderung, die nicht unbedingt zur Klarheit beiträgt.

 

Die Sehnsucht danach, Klarheit in unser Leben zu bringen, wächst.


"Wenn ich erst mal klar sehe, weiß ich genau, was zu tun ist", dessen sind wir uns sicher.

Wenn wir das Kaleidoskop unserer Aufgaben, Pflichten und Wünsche erst mal farblich schön sortiert vor uns sehen, können wir Prioritäten setzen und uns ans Abarbeiten machen.

Abgesehen davon , dass beim "Abarbeiten" die Lebensfreude oft aussen vor bleibt,

und die noch anstehenden Aufgaben nachdrängen, schüttelt ein unerwartetes Ereignis unser sorgsam sortiertes Farbenspiel im Nu wieder durcheinander:

Also - zurück zum Start?


Das Leben lebt.

Unsere Klarheit sollte deswegen genauso lebendig sein!


Was meine ich mit "lebendiger Klarheit"?

 

Wenn wir uns fragen, was genau geschieht, in dem Augenblick, in dem wir unsere Klarheit verlieren,

ist es uns möglich, sie  zurückzuerlangen.

  • Machen wir uns Gedanken darüber, wie unser Chef die Aufgabe gelöst oder die Prioritäten gesetzt haben möchte?
  • Ist es uns wichtig, einfach der/die Beste zu sein, ohne dass es um einen Wettbewerb geht?
  • Erledigen wir alles am liebsten ganz genau so, wie es sich gehört und weichen keinen Deut davon ab?

Ob wir nun den Fokus auf unseren Chef, den "Gegner" oder die "Gesetze" richten - dieser Fokus bringt uns von uns weg.

Wollen wir klar werden, müssen wir uns in den Mittelpunkt rücken!


  • Überprüfen wir immer wieder unsere Strategien und Vorgehensweisen, bis wir uns endlich entschließen zu tun?
  • Zweifeln wir daran richtig und bestmöglich gehandelt zu haben und fragen uns wie es besser ginge?
  • Analysieren wir unsere Beziehungen kritisch und beäugen sie mit Argusaugen?

Ob wir Zweifel an unseren Strategien, Handlungsweisen oder Beziehungen hegen - Zweifel bringen uns in die Vergangenheit.

Wollen wir klar werden, müssen wir in der Gegenwart bleiben!


  • Machen wir uns Sorgen, ob wir das Projekt pünktlich und im Budget fertig bekommen?
  • Kommen immer wieder Gedanken darüber auf, welche Herausforderungen für uns und unsere Familie noch anstehen?
  • Glauben wir, dass unsere erwachsenen Kinder ihr Leben zwar ganz gut meistern, aber mit etwas Hilfe von uns viel
    mehr entstehen könnte?

Ob wir uns Sorgen über ein Projekt, uns und unsere Familie oder die erwachsenen Kinder machen -
Sorgen bringen uns in die Zukunft.

Um klar zu werden, müssen wir - wie bei den Zweifeln - in der Gegenwart bleiben!


Um klar zu sehen, müssen wir bei uns und hier sein!

Denn: Klarheit ist immer wieder neu!


Wenn uns das Leben wieder einmal ein Kaleidoskop an Aufgaben schenkt:

  1. Halten wir inne,
  2. Fragen wir uns: "Wo liegt mein Fokus? Bin ich bei mir?"
  3. Gehen wir in uns: "Spüre ich Zweifel oder Sorgen? Bin ich hier in der Gegenwart?"
  4. Gehen wir Schritt für Schritt vor:
    "Was brauche ich jetzt am meisten?" -> Erlauben wir uns das!
    Setzen wir 1 Priorität: "Was ist für mich so wie es sich jetzt darstellt das wichtigste?" -> Handeln wir danach!
  5. Setzen wir die nächste Priorität erst, nachdem diese 1. Priorität erledigt ist - so bleiben wir flexibel und am Puls des Lebens!

Ein zusätzlicher Pluspunkt:

Wir können uns dieser einen Aufgabe von ganzem Herzen widmen,

mit unserem Fühlen, Denken und Handeln in der Gegenwart sein

und dabei spüren, wie unsere Lebensfreude wächst!

 

Sobald wir erkennen,

dass wir sowieso nur eines nach dem anderen machen können,

ist es uns möglich, loszulassen, was noch ansteht,

und damit klar zu sehen, was jetzt ist, und klar zu sein im Tun.


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Umsetzen und Ausprobieren

und freue mich über Kommentare und Anregungen.

 

Ihre Brigitte Schießl