Gleichberechtigung heute 

Gleichberechtigung im Job - Sechs Hürden, die es Frauen im Beruf schwer machen

 

Süddeutsche Zeitung, online-Ausgabe, 27.04.2016

(http://www.sueddeutsche.de/karriere/gleichberechtiung-im-job-sechs-huerden-die-es-frauen-im-beruf-schwer-machen-1.2961470)

In der Online-Ausgabe der Sueddeutschen Zeitung vom 27.4.2016 stell die Autorin Sarah Schmidt fest: "Die gläserne Decke ist real." Dass Frauen  rein rechtlich die gleichen Chancen im Berufsleben haben ist nicht zu leugnen, doch "es sind die Schranken im eigenen Kopf, die Schranken im Kopf der Chefs, der Kollegen, der Kolleginnen, die es Frauen schwerer machen, sich im Job zu behaupten". Sie erklärt: "Der Trick, diese unsichtbaren Hürden dennoch zu überwinden, ist, sie überhaupt wahrzunehmen."

"6 psychologische Wirkmechanismen, die Frauen kennen sollten":

  1. Zu wenig Selbstvertrauen - bedingt oft vorschnelle Aufgabe
  2. Gleich und gleich gesellt sich gern... - z. B. Männer mit Männern
  3. Sonderfall-Problem - Frauen werden als "Minderheit" gesehen
  4. Zweierlei Maß, bei gleichem Verhalten von Männern und Frauen (z. B. durchsetzungsfähig <-> zickig)
  5. No risk, no fun - zu großes Sicherheitsdenken bei Frauen erschwert Wettbewerb
  6. Das Leben ist kein Klassenzimmer - keine Angst vor Streit und Abfuhr

Müssen Frauen "anders" sein, um in die Chefetage zu gelangen?

Müssen sich Frauen "verbiegen"?


Wie können diese "Hürden" überwunden werden?


Ich stimme Frau Schmidt voll zu, wenn sie empfiehlt, weniger zu grübeln, sprich zu zaudern, und einfach zu machen, sprich mehr zu wagen. Diese Empfehlung gebe ich jeder/jedem, die/der sich schwer damit tut, aus den Gedankenschleifen des "...das müsste ich vorher noch erledigen/können..." oder des "...wenn es nicht klappt, wie stehe ich dann da?" herauszutreten.

Dazu kursieren viele Annahmen über die Eigenschaften, die ein weiblicher Chef haben sollte, oder welche Eigenschaften Frauen haben, die "es geschafft haben", in unseren Köpfen - in den weiblichen ebenso wie in den männlichen - ohne je hinterfragt worden zu sein.


Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Sie auf diese Annahmen und Überzeugungen kommen?

 

Stammen sie aus selbst gemachten Erfahrungen?

Aus "Tatsachen", die man immer wieder hört und liest?

Oder entspringen Sie Ängsten aus unserem Inneren, die uns erklären, dass wir "so" nicht sind?


Dass Empathie und Sozialkompetenz im Job immer wichtiger werden und Frauen in den Chefetagen eher Frauen einstellen, ist für die Einzelne nicht beeinflussbar. Doch wie sieht es damit aus, dass es Chefs gerne haben, wenn Sie wissen, mit wem sie es zu tun haben, und ähnliche Typen bevorzugen? 

 

Sollte Sie das dazu verleiten, den Männertyp, der die Führungsetagen in Ihrem Unternehmen bevölkert, nachzueifern?

Nein!


Seien Sie Sie selbst! Seien Sie authentisch!

Wagen Sie es, für das einzustehen, was Ihnen wichtig ist!

Tun Sie es mit innerer Gelassenheit, ruhigem Handeln und einer Kommunikation, die sich auf den anderen einlässt!


Wahrhaft authentische Menschen kann man "sehen", man weiß, was ihnen wichtig ist und "kennt" sie - sie zeigen es in jedem Augenblick im Umgang mit anderen und Problemen. Der Chef weiß, mit wem er es zu tun hat!

Haben Sie einen Chef, dem Ihre Eigenschaften wichtig sind, und danach handelt, werden Sie den Posten erhalten.

Erhalten Sie den Posten nicht, seien Sie nicht traurig - wahrscheinlich hätten Sie sich dort nicht wohlgefühlt.

 

Authentisch zu sein, ist nicht immer leicht. Manchmal ist es einfacher, mit dem Strom zu schwimmen. Manchmal werden wir vom Strom mitgerissen. Wir müssen es "aushalten", mit unserer Meinung sichtbar zu sein wie der Fels, der aus dem Fluss ragt.

 

Die folgenden Befähigungen können da sehr hilfreich sein.

Lassen Sie sie auf sich wirken und spüren Sie in sich hinein - welche bringt Ihre Augen ins Leuchten?

Machen Sie die Befähigung/en in sich erlebbar- wie, erfahren Sie weiter unten.

  •  Ich liebe es, mich in meinem Leben selbst zum Ausdruck zu bringen - unabhängig vom außen.
  • Ich lebe und zeige in jedem Augenblick meine innere Größe. / Ich darf/erlaube mir in meinem Leben in jedem Augenblick meine innere Größe zeigen.
  • Ich vertraue mir und meinen Fähigkeiten. / Ich darf mir und meinen Fähigkeiten vertrauen.
  • Ich darf kraftvoll sein, denn ich setze meine Kraft verantwortungsbewusst ein.
  • So wie ich bin, bin ich okay.

Seien Sie Sie selbst. Leben Sie Ihr Leben.

Genau so wie Sie es für sinnvoll halten.

Finden Sie Ihren "Stern" und bleiben Sie ihm treu.

 

(Hier geht's zur Anleitung.)


Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg nach oben Energie, Ausdauer und Humor - er ist wichtig,

um ersteres aufrecht zu erhalten und immer wieder neu anzufachen.

Erfüllen Sie sich hin und wieder etwas, das Ihre Augen ins Leuchten bringt - und

genießen Sie es!

 

Ihre Brigitte Schießl