Freudvoll Arbeits-Beziehungen gestalten 

Wie man mit Menschen zusammenarbeitet, die man nicht ausstehen kann

 

Online-Magazin EDITION F, 9.3.2016

(https://editionf.com/Zusammenarbeit-mit-Kollegen-die-ich-nicht mag)

 

Im digitalen Frauenmagazin "EDITION F" vom 9.3.2016 geht es darum, wie man mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet, die man nicht mag. Der Artikel stellt 6 Tipps von Lea McLeod, einem Coach für Beziehungen unter Kollegen, vor, um ein angenehmeres Arbeitsumfeld zu schaffen.

 

Es sind sehr wertvolle Tipps, die ein breites Spektrum umfassen:

  1. Gemeinsamkeiten entdecken
  2. Das kollegiale Verhalten als Selbstaussage sehen
  3. Grenzen mit gleichzeitigem Lösungsvorschlag setzen
  4. Fronten in kleinen Schritten, z. B. mit Gesten aufweichen
  5. Bei änderbaren Dingen keine Konflikte scheuen
    und nicht zuletzt
  6. Gut für sich selbst sorgen und sich Pausen von der Zusammenarbeit gönnen

Wir alle wissen, dass Teamwork mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen man sich versteht, die interessiert an der Sache und dem Ganzen sind und Dingen, die da kommen mögen, offen gegenüberstehen geradezu beflügeln kann.

Die Ergebnisse sind rund, stimmig und jeder Einzelne trägt sie mit, steht dahinter. Wir selbst fühlen uns inspiriert, motiviert und glücklich. Unsere Gesundheit dankt uns das.

Deshalb ist es nicht nur sinnvoll sondern auch gesund, die unliebsamen Beziehungen in angenehmere zu verwandeln.

Lea McLeods Tipps sind eine wundervolle, praktische Hilfe wie es gelingen kann.

Ja - ich möchte Sie unbedingt dazu anhalten, diese Vorgehensweisen umzusetzen.

Tun sie es!


Meiner Erfahrung nach steht uns da jedoch oft etwas im Wege:

 

Wir möchten gar nicht besser mit der Kollegin, dem Kollegen umgehen - besser, wir haben erst gar nichts mit ihr/ihm zu tun!

Es ist als säße ein kleiner Kobold in unserem Kopf, der uns immerzu erzählt:

"Laß es! Es ist doch nicht deine Schud, dass ihr euch nicht versteht! Soll sie/er doch was dagegen tun!"

Und dieser Kobold kann ganz schön überzeugend sein!


Doch sobald wir uns dieses Kobolds bewusst werden, sollten wir uns diese wichtige Frage stellen:

Will ich   w i r k l i c h,   dass alles so bleibt wie es ist?

Und hören wir vor der Beantwortung auf unser Herz:

Zieht es sich zusammen? Schlägt es beklommen? Oder rast es vor Wut?


Sie werden jetzt sagen, ja natürlich würde ich mich wohler fühlen, wenn wir besser miteinander auskämen.

Aber muss ich es denn sein, der den ersten Schritt unternimmt?

Außerdem: Das wird sowieso nicht bringen - die/der bemerkt das doch nicht einmal!

 

Wir können den anderen nicht ändern - das muss er schon selber tun.

Aber wir können uns ändern!

Wir können damit eine andere Energie in diese Beziehung bringen und damit positive Anreize setzen.


Beziehungen leben von den Menschen zwischen denen sie abläuft. Gerade deshalb wirken unsere Überzeugungen in uns so stark und unmittelbar - auf den anderen und auf die Beziehung selbst.

 

Fragen Sie sich:

Mit welchen Überzeugungen und Erwartungen gehe ich in diese Beziehung - sei es ein persönliches Gespräch, eine Zusammenarbeit oder ein Meinungsaustauch zur Entscheidungsfindung?

Geht es dabei um die Person des Gegenübers an sich?

  • Die/der kapiert das ja doch nicht.
  • Die/der wird mir sowieso nie recht geben.
  • Die/der ist einfach zu arrogant / respektlos / oberflächlich / naiv ... dazu.

Dreht es sich um das Miteinander, die Beziehung?

  • Die/der hält mich für blöd.
  • Die/der kommndiert mich nur wieder herum.
  • Das endet ja sowieso wieder in Streit / Frustration / Chaos ...

Oder geht es um die eigene Person?

  • Ich will nicht klein beigeben / gute Miene zu bösem Spiel machen.
  • Ich bin mindestens so viel wert wie die/der andere und mache mich doch nicht zum Affen!
  • Wenn ich sie/ihn schon sehe bekomme ich schon Ausschlag - wenn ich schon für mich sorgen soll, gehe ich ihr/ihm besser aus dem Weg...

Haben Sie sich in einigen Gedanken wiedererkannt?

Welche Gedanken steigen in unliebsamen Beziehungen in Ihnen auf?


Um einer Beziehung eine andere Energie geben zu können, müssen wir unsere Ausstrahlung verändern.

Und unsere Ausstrahlung verändert sich automatisch,

wenn wir mit anderen Überzeugungen und Erwartungen in die Situation gehen.

 

Ein bloßes "positives Denken" allerdings wirkt nicht tief genug. Damit die neuen Überzeugungen und Erwartungen unsere Ausstrahlung und unser Verhalten beeinflussen, müssen wir sie in jeder unserer Zellen erlebbar machen.

Wie, erfahren Sie am Ende dieses Beitrags.

 

Hier möchte ich Sie dazu ermutigen, in sich zu gehen. Finden Sie heraus, welche Überzeugungen und Erwartungen Ihnen zu einer veränderten Ausstrahlung und der Beziehung damit zu einer anderen Energie verhelfen würden!


Wie hilfreich empfinden Sie folgende befähigende Überzeugungen?

  • Ich weiß um meinen Wert und meine Bedeutung für die Menschheit.
  • Frohen Herzens unterstütze ich meine Beziehungen - genau so wie es gerade förderlich ist.
  • Ich bin bei mir und fühle mich wohl in meiner Haut - egal was im Außen geschieht.
  • Voll Freude nehme ich meine Klugheit wahr und setze sie wertschätzend ein.
  • Recht zu haben bedeutet mir nichts - ich liebe es im Jetzt zu sein!
  • Ich liebe es, die Menschen zu nehmen wie sie sind - sie lehren mich wundervolle Dinge.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und vor allem Aha-Erlebnisse beim In-sich-gehen und Ausprobieren.

Ihre Brigitte Schießl


Die Anleitung zum ganzheitlichen Wahrnehmen finden Sie hier.